
Alex Wunschel, Organisator der Niche09
Mit TechSmith als Sponsor der Niche09 und einem Workshop zum Thema Screencasting-Web Tutorials 2.0 von Axel Becker, konnten wir in einem Interview mit Alex Wunschel, dem Organisator der Niche09, mehr über die Rolle von Screencasting beim Podcasting und beim Videoerstellungsprozess für Unternehmen erfahren.
Wie kann man Screen-und Podcasting in einen Kontext bringen?
Die Begriffe Screencasting und Podcasting sind sich ganz ähnlich, was der Wortaufbau bereits ersichtlich macht. Beide Prozesse unterstützen die Verbreitung und Vermittlung von Inhalten, indem man die Leute anspricht ohne vor die Kamera stehen zu müssen. Screencasting kann in jeden Podcast eingebaut werden, solange die technischen Möglichkeiten zur Verfügung stehen. Vor allem beim Video-Podcasting spielen Bildschirmaufnahmen eine große Rolle, um komplexe Inhalte wie beispielsweise Webseiten und Funktionen einfach zu visualisieren und effektiver zu beschrieben. Screencasts haben vor allem den Vorteil, dass man sie als Produktionsmittel in die gesamte Produktion einbinden kann und sich deshalb als hervorragendes Add-On für Video-Podcasts eigen. Fast jeder gute Video-Podcast oder Video-Blog setzt auch eine Screenrecording-Software ein.
Wie setzt du Screencasts um und mit welchen Vorteilen?
Bei Video-Produktionen für Firmen benutze ich auch eine Screencasting-Software, denn es erleichtert einem den Schritt in Richtung Video-Podcasting. Mit Visualisierungseffekten lässt sich eine 3-minütige Videopodcast-Episode dynamischer erstellen. So kann man seinen Zuhörern und Zuschauern Inhalte wie Websites oder Studien anschaulich erklären. Das Screencasting ist eine multimediale Anreicherung, die für jeden Video-Podcast unabdingbar ist.
Wo siehst du die Entwicklung von Screencasting in der Zukunft?
Screencasting hat einen extrem hohen Stellenwert im Bereich Edutainment, also in der Aus-, Fort-, und Weiterbildung. So kann man alle Inhalte, die auf dem Bildschirm passieren, mehreren Personen gleichzeitig sowohl synchron als asynchron erklären. Gerade in der innerbetrieblichen Weiterbildung ist ein enormes Wachstum zu erwarten. Sobald Firmen die Einfachheit des Screencasting-Prinzips erkennen, setzen sie es auch ein und bestücken große Mediaserver mit Schulungsvideos. Diese können Erklärungen von Webseiten, Applikationen und unterschiedlichster Prozesse behandeln anstatt sie - wie früher - mit Screenshots, Worddokumenten oder PDF darzustellen. Mittlerweile gibt es äußerst effiziente Screencasting-Tools wie Camtasia Studio, das man einfach installiert, ein Mikrofon anschließt und mit einem Knopfdruck bereits das Bildschirmgeschehen aufnimmt. Aus dem Produktionsmaterial kann man einen kurzen Film schneiden, der in drei bis fünf Minuten komplexe Klick-Szenarien einfach erklärt. Ganz automatisiert lassen sich so Tutorials erstellen, nachbearbeiten und veröffentlichen, damit mehrere Leute sie an unterschiedlichen Orten zu jeder beliebigen Zeit ansehen können. Mit einem Klick lassen sich die Videos in den beliebtesten Formaten auf Portale wie YouTube hochladen. Technisch ist das zwar schon seit Längerem möglich, nur war der Erstellungsprozess von Bildschirmaufnahmen anscheinend nicht intuitiv und einfach genug bis jetzt. Mit Camtasia Studio hat man wahrhaftig ein Aha-Erlebnis, wie einfach es ist, einen Klickverlauf in einem drei-minütigen Bildschirmvideo zu erklären. Da es sich bei der Aneignung von Camtasia Studio eher um eine Lernschwelle als um eine Lernkurve handelt, besteht die Frage einzig und alleine darin, wann man sie überschreitet und mit dem Screencasting los legt.
Warum war es für Dich wichtig, TechSmith auf der Niche09 dabei zu haben?

Axel Becker und Christian Mießner
Ich wollte auf jeden Fall einen Workshop über Screencasting auf dem Podcamp anbieten. Denn in den USA gibt es schon sehr viele Podcaster, die mit Screencasts komplexe und einfache Sachverhalte auf dem Bildschirm bereitstellen, sehr erfolgreich sind und viel Geld damit verdienen. Da dieses Thema für uns Podcaster in Deutschland auch immer interessanter wird, habe ich gleich an Betsy Weber, Evangelist von TechSmith, gedacht und sie kontaktiert. So konnten wir mit Axel Becker als Camtasia Studio-Trainer und Christian Mießner einen Screencasting Workshop auf der Niche09 aufziehen. Als Screencasting Dream-Team präsentierte Christian eine Screencasting-Lösung für den Mac, während Axel Becker TechSmiths Camtasia Studio für das Windows-Betriebssystem vorführte.
Wo siehst du das Screencasting-Tool Camtasia Studio auf dem deutschen Markt?
Camtasia Studio ist als Screenrecording-Tool auf dem deutschen Markt ganz vorne dran. Denn mit seinen aktuellen Funktionen ist Camtasia Studio den klassischen Screencasting-Optionen einen großen Schritt voraus. Für die IT-Infrastruktur und den IT-Einkauf in Großunternehmen hat Camtasia Studio das Potenzial zum Standard. Die Features und Funktionen von Camtasia Studio bieten alles, was man braucht, um professionelle Schulungsvideos zu erstellen und komplexe Inhalte mitzuteilen. Wenn das Thema Screencasting in den deutschen Unternehmen so angekommen ist, wie wir uns das wünschen, sehe ich Camtasia Studio als die Screencasting-Software Nr. 1.
Danke an Jennifer Carroll für das Führen des Interviews.