Dinge, die man vor einem Screencast beachten sollte
Anton Bollen am Donnerstag 15.07.10

Damit bei einem Screencast alles nach Wunsch aussieht und keine Pannen passieren, sollte man als "Regisseur" die Szene im Vorraus gut planen. Ein wichtiger Teil hierbei ist natürlich die "Bühne" - oder im Falle des Screencasters der Bildschirm.
Andreas Pilz von learn2use.de hat zu diesem Thema mehrere Tipps zusammengestellt, welche ich noch einmal ergänzt habe.
Damit die Aufmerksamkeit der Benutzer im Screencast nicht abgelenkt wird, sollten alle nicht benötigten Elemente sowie private Daten im Video nicht zu sehen sein.
Fällt das erst nach der Aufnahme auf, ist die Überblendung bei der Bearbeitung des Videos relativ aufwändig.
Desktop, Symbole und Ordner
Der Desktop-Hintergrund sollte relativ neutral oder einfarbig sein. Auch ein passender Hintergrund mit Logo zur Software oder dem Unternehmen kann gut wirken.
Alle nicht benötigten Symbole auf dem Desktop sollten vor der Aufnahme entfernt werden.
Tipp:
Das Anlegen eines neuen Benutzerkontos ist der einfachste Weg, ungewünschte Informationen zu entfernen.
Web-Browser
Im Web-Browser sollte man die History und die Formulareingaben löschen. Sonst werden bei der Eingabe in die Adresszeile die zuletzt besuchten Seiten angezeigt und Formularfelder automatisch ausgefüllt.
Unbenötigte Programme ausschalten
Alle Programme, die nicht für den Screencast benötigt werden, sollten geschlossen werden. Dies hat 3 Vorteile:
1. Die Taskleiste oder derDock sehen aufgeräumter aus.
2. Störfaktoren werden minimiert (siehe nächsten Punkt).
3. Dem Computer stehen mehr Resourcen zur Verfügung, was zu geschmeidigeren Aufnahmen führt.
Störfaktoren ausschalten
Damit die Aufnahme nicht im falschen Moment gestört wird, sollten alle Benachrichtigungen von Messenger, Virenscanner und Mail sowie automatische Updates deaktiviert werden.
Ein schönes Beispiel dafür ist die Dropbox, die immer im falschen Moment über synchronisierte Dateien berichtet.
Fenster und Symbole vorbereiten
Programmfenster und Desktopsymbole sollten vor der dem Start richtig platziert werden. Auch Popups können schon verschoben werden, damit diese beim erneuten Öffnen im aufgezeichneten Bereich erscheinen. Am Besten macht man hierzu eine Probe, in der man schon einmal die einzelnen Schritte des Screencasts vor der Aufnahme ausführt.
Es gibt natürlich noch viele andere Dinge, die man vor einem Screencast beachten sollte. Habt Ihr noch eigene Tipps, die Ihr mit den Lesern teilen wollt? Kommentare sind wie immer erwünscht.










Kommentare (1)
Vieles davon kann einfach durch Einsatz von virtuellen Maschinen vermeiden. Ein mal aufgesetzt, steht sie jedes mal frisch zur Verfügung.
Ist natürlich technisch am Anfang etwas aufwendiger, aber man spart sich die Arbeit bei jedem weiteren Screencasts.
Was ich in meinen Screencasts zusätzlich mache:
Wenn eine Website gefilmt wird, entferne ich unerwünschte Elemente, z.B. Werbung. Das geht relativ leicht mit dem Bookmarklet "Printliminator"
http://css-tricks.com/examples/ThePrintliminator/
Es sind noch viele andere Details, die ich beachte. Alle fallen mir gerade gar nicht ein.
Die meisten Screencaster empfinden das als unnötiges Kleinkram. Aber gerade die Vielzahl der beachteten Details unterscheidet einen Profi von anderen.
Evtl. findet ihr ein paar weitere Tipps hier, wobei Andreas alles wichtige genannt hat:
http://screencastblog.net/2010/03/umgebung-fur-screencating/
Waldemar | screencastblog.net | 16.07.10 10:52
16.07.10 10:52