Hightech im Klassenzimmer auf dem Vormarsch
Donnerstag 6.10.11
Im Zusammenhang mit der Bildungsmesse BildungOnline hatten wir vor einigen Monaten eine Umfrage durchgeführt. Die Resulte werden im folgenden Artikel vorgestellt.
Hightech im Klassenzimmer auf dem Vormarsch
Eine Umfrage auf der diesjährigen Bildungsmesse BildungOnline zeigt, dass der Einsatz von neuen Technologien wie interaktiven Whiteboards oder eLearning-Tools immer mehr zum Trend wird.
Das technische Ausrüstung für den Unterricht hat sich in den letzten Jahren rasant weiterentwickelt: Wo vor einigen Jahren nur ein Overheadprojektor im Klassenzimmer stand, gehören heute Beamer und Computer zum schulischen Alltag. Und der Trend geht weiter: Eine von TechSmith - einem der führenden Anbieter für Bildschirmaufzeichnungs-Software - initiierte Umfrage auf der BildungOnline in Hall ergab, dass neue Technologien wie interaktive Whiteboards, eBooks oder eLearning-Tools immer häufiger im Unterricht zum Einsatz kommen und zunehmend den Alltag der Lehrer und Schüler an österreichischen Schulen bestimmen. Die über 300 befragten Lehrer, die an unterschiedlichen Schulen in Österreich arbeiten, gaben nicht nur an, Interesse an den neuen Technologien zu haben oder diese bereits aktiv zu nutzen, sondern auch weitere digitale Medien für ihren Unterricht ins Auge zu fassen. So gilt „Mobile eLearning", also die Vermittlung von Lerninhalten über mobile Geräte wie Smartphones oder Tablet PCs, als allerneuester Trend.
Der Einsatz neuer Technologien an österreichischen Schulen
Die Umfrage offenbart große Unterschiede bei der technischen Ausstattung der verschiedenen Schulen. Bislang stehen 22 Prozent der befragten Lehrer interaktive Whiteboards für den Unterricht zur Verfügung. Für viele ist die Arbeit mit der elektronischen, an einen Computer angeschlossenen Tafel ganz besonders vielversprechend, da sich damit dynamisch verschiedenste Medien einbinden lassen und es möglich ist, das gemeinsam mit den Schülern Erarbeitete zu speichern und in der nächsten Unterrichtsstunde wieder zu verwenden. 40 Prozent der Befragten wünschen sich ein interaktives Whiteboard für den Unterricht. Weitere 37 Prozent der Befragten nennen neue Hardware und Software als notwendige Anschaffungen, die sie flächendeckend einsetzen wollen und so allen Schülern gleichzeitig Zugang zu den Ressourcen verschaffen können. Davon versprechen sie sich einen Unterricht ohne unnötige Unterbrechungen, bei dem die Konzentration der Schüler nicht gestört wird und ihnen innerhalb einer Lerneinheit mehr Zeit für Fragen oder Diskussionsrunden zur Verfügung steht.
Positiv zu vermerken ist, dass sich digitale Ressourcen im Klassenzimmer fest etablieren und herkömmliche Hilfsmaterialen mehr und mehr ersetzen. So erhalten laut Umfrage 44 Prozent der Schüler je nach Lehrer oder Unterrichtsfach ihre Lernmaterialien in digitaler Form - und dies bereits vor der Unterrichtsstunde. Weiterhin bestätigen mehr als die Hälfte der befragten Lehrer (59 Prozent) den Einsatz von eLearning-Tools und Lernmanagement-Systemen im Unterricht. Möglich ist dies dadurch, dass Lehrer und Schüler regelmäßig Zugang zum Computer in der Schule haben - laut Umfrage rund 51 Prozent der Lehrer und 48 Prozent der Schüler. So nehmen Lernplattformen wie Moodle bereits einen festen Platz im Unterricht ein. Der Vorteil dieser Plattformen ist, dass der Lehrer nicht nur Übungen vorgeben kann, die die Schüler termingerecht abgeben müssen, sondern zudem die Möglichkeit besteht, über einen Chat oder ein Forum miteinander zu kommunizieren und dank Wikifunktionen gemeinsam an Texten gearbeitet werden kann. In diesem Sinne äußert sich auch ein befragter Lehrer positiv über die weitere Integration von elektronischen Hilfsmitteln im Unterricht: „eLearning wird speziell in der beruflichen Weiterbildung einen größeren Anteil bekommen. Lernplattformen wie Moodle werden einen deutlichen Vorsprung machen". Er nutzt für die Erstellung von Unterrichtsmaterialien Bildschirmaufzeichnungs-Software von TechSmith, mit der sich auch für Laien ganz einfach professionelle Bildschirmvideos erstellen lassen. Schritt für Schritt kann den Schülern im Rahmen der Unterrichtsstunde die Verwendung neuer Medien, beispielsweise der Umgang mit Software oder der Zugang zu einem Internetportal, oder auch komplizierte Sachverhalte erläutert werden.
Trends für das Schuljahr 2011/ 2012 und Zukunftsperspektiven
Zu den größten Trends des Jahres 2011 gehört nach Meinung vieler Befragter das „Mobile eLearning". 53 Prozent der Befragten gaben an, davon bereits gehört zu haben. 24 Prozent der Lehrer planen, es in der Zukunft einzusetzen. Mit mobilem eLearning lässt sich ein virtuelles Klassenzimmer verwirklichen. Mit dem Einsatz von mobilen Geräten wie Smartphones oder Tablet PCs müssen sich Lehrer und Schüler nicht mehr am selben Ort befinden, sondern können über das Internet miteinander kommunizieren. So können Schüler ihren Unterricht auch im Falle von Schlechtwetterperioden oder Grippewellen im Winter von unterwegs sowie auch auf dem heimischen Rechner sehen.
Anton Bollen, Vertreter von TechSmith im deutschsprachigen Raum, sieht durch die Umfrage den Trend hin zu neuen Technologien bestätigt, den das Unternehmen auch in den USA wahrnimmt. So fasst er zusammen: „Das Interesse an Software-Lösungen für den Unterricht ist groß und steigt kontinuierlich. Dies beobachten wir auch in den USA, wo es schon viele Schulprojekte gibt, die mit diesem Ansatz gute Ergebnisse erzielen konnten. Neue Technologien in der Schule bieten unter anderem den Vorteil, dass der Lehrer mehr Zeit gewinnt, da er beispielsweise Anweisungen auf Video aufzeichnen kann. Dadurch kann er sich intensiver und individuell um seine Schüler kümmern. Diese haben zudem die Möglichkeit, den Unterricht in ihrem Tempo vor- und nachzubereiten."


